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SCHRIFTEN ZUR MUSIK ALS KUNST
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Liebe Freunde und Leser,

kunstMusik begann als regelmäßig erscheinende Zeitschrift. Die Änderungen unserer gehetzten Zeit haben uns dazu veranlasst, das Magazin in Zukunft in loser Folge herauszugeben. Jede Ausgabe wird einen eigenen Gastgeber oder eine Gastgeberin haben, der Sie durch seinen Zugang zu Musik als Kunst leiten wird.

Gastgeber ist diesmal der in Berlin lebende kanadische Komponist Marc Sabat. In seiner Arbeit spielt Intonation, also die Feinstimmung innerhalb eines musikalischen Prozesses, eine bedeutende Rolle. Vor diesem Hintergrund hat er Kolleginnen und Kollegen gefragt, was ihnen zu diesem Thema einfällt. Wir betreten hier einen Bereich, bei dem die klassische temperierte Stimmung, wie sie das ungeübte Ohr im alltäglichen Zusammenhang gewohnt ist, berührt und in Frage gestellt wird. Was sind die Alternativen? Was sind unsere Hörgewohnheiten, was können wir noch wahrnehmen, wie unterscheidet sich die temperierte Stimmung von der Stimmung innerhalb der Natur-(Oberton-)reihe? Was kann man mit alternativen Stimmungen machen, welche Traditionen gibt es, und am Ende auch: wen kümmert es, wo liegt das politische Potenzial?

Wir bieten derzeit kein Abonnement an. Aber wenn Sie eine E-Mail mit Ihrer aktuellen Adresse schicken, werden wir Sie zuverlässig vor jeder neuen Ausgabe darüber informieren und sie können Hefte individuell bestellen,
wenn Sie mögen.

Bitte melden Sie sich bei: info@world-edition.com

Wir freuen uns über Ihre nachhaltige Treue zu kunstMusik!



Dear friends and readers

kunstMusik started as a periodical. Due to the changes of our hectic times we decided to publish the magazine at irregular intervals in the future. Each magazine will have its own host who will use their own personal approach to lead you towards music as an art form. Moreover, in our efforts to open up to a more international readership we have decided to publish exclusively in english this time.

This time our host is Berlin based Canadian composer Marc Sabat. In his work intonation, the process of fine tuning, how it determines musical processes and their perception, plays a central role. He asked colleagues about their approaches to this subject. We enter an area which examines and calls into critical question the general assumption of classical tempered tuning in European and American music, the system that an untrained ear is exposed to in an everyday listening context. What are the alternatives? What are habits of hearing, what are we able to perceive, what is the difference between a tempered tuning and the “natural” just intonation of a harmonic series? What can one do with alternative tunings, where are the traditions, and as well, in the end: who cares and where does the political potential lie?

Regrettably we don't offer a subscription any more. To keep you in the loop, instead we will inform you reliably about each new edition, for this purpose please send us your current address details. You may order magazines individually, if you wish.

Please send a note to: info@world-edition.com

We are glad about your enduring loyalty towards kunstMusik.

Freundliche Grüße von
With kind regards



Maria de Alvear
Herausgeberin/Editor

#17 – Spring 2015

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EDU HAUBENSAK   JOHANNES KELLER   CATHERINE LAMB   ANDREW McINTOSH   ALEXANDER MOOSBRUGGER   STEPHA SCHWEIGER   CHRISTIAN WOLFF   WALTER ZIMMERMANN




Editorial aus einer Zeit des Aufbruchs
Der Titel unserer kleinen Zeitschrift, schon gar der Untertitel "Schriften zur Musik als Kunst" ist etwas umständlich, doch er erscheint uns präzise und notwendig.

Präzise, weil kunstMusik ein Forum sein will, um über Musik zu verhandeln, die sich dem Anspruch stellt, Kunst zu sein. Ob sie’s ist, ist eine andere Frage. Wir, die Herausgeber, wollen sie hier nicht beantworten.

Notwendig, weil dadurch Musik, die sich diesem Anspruch - in welcher Form auch immer - stellt, von solcher geschieden wird, die sich ihm nicht stellt. Nur um die erste geht es uns, ohne dass wir die zweite dadurch entwerten wollen.

Den Anspruch also stellt die Musik selbst und die, die sie machen. Sie, Komponisten im engeren oder gelegentlich wohl auch weiteren Sinne - auch Klangkünstler und Bildende Künstler, die Hörbares musikalisch gestalten -, sind unsere Autoren. Wir wollen sie dazu ermutigen, dass sie das, was nicht mit, sondern besser über Musik als Kunst gesagt werden kann, in dieser Zeitschrift sagen.

Für die, die unsere Autoren sind und werden, soll kunstMusik ein Heft mit vielen weißen Seiten sein, die bereit stehen für den schriftlichen, inhaltlich freien Diskurs über Musik als Kunst. Für die, die unsere Leser sind und hoffentlich noch werden, soll kunstMusik ein Spiegel sein: Das, was zur Zeit gedacht wird zum Stand der Kunstmusik, soll hier direkt und ungefiltert reflektiert werden.
Wir wollen keine weiteren Fragen stellen, keine Themen vorsagen: Was sich in dem nun vorgegebenen weiten Rahmen ergibt, soll Öffentlichkeit finden.

Wir würden uns freuen, wenn kunstMusik zum Brennpunkt würde für Dinge, die in der Luft liegen, und zugleich Anreiz, um nach solchen Dingen überhaupt erst Ausschau zu halten.
August 2003, die Herausgeber