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Editorial
Der Titel unserer kleinen Zeitschrift,
schon gar der Untertitel "Schriften zur Musik als Kunst"
ist etwas umständlich, doch er erscheint uns präzise und notwendig.
Präzise, weil kunstMusik ein Forum sein will,
um über Musik zu verhandeln, die sich dem Anspruch stellt, Kunst zu sein. Ob sie’s ist, ist
eine andere Frage. Wir, die Heraus- geber, wollen sie hier nicht beantworten.
Notwendig, weil dadurch Musik, die sich diesem Anspruch
– in welcher Form auch immer – stellt, von solcher geschieden
wird, die sich ihm nicht stellt. Nur um die erste geht es uns,
ohne dass wir die zweite dadurch entwerten wollen.
Den Anspruch also stellt die Musik selbst und die, die
sie machen. Sie, Komponisten im engeren oder gelegentlich
wohl auch weiteren Sinne – auch Klangkünstler und Bildende
Künstler, die Hörbares musikalisch gestalten –, sind unsere
Autoren. Wir wollen sie dazu ermutigen, dass sie das, was
nicht mit, sondern besser über Musik als Kunst gesagt
werden kann, in dieser Zeitschrift sagen.
Für die, die unsere Autoren sind und werden,
soll kunstMusik ein Heft mit vielen weißen
Seiten sein, die bereit stehen für den
schriftlichen, inhaltlich freien Diskurs
über Musik als Kunst. Für die, die unsere
Leser sind und hoffentlich noch werden, soll
kunstMusik ein Spiegel sein: Das, was zur Zeit
gedacht wird zum Stand der Kunstmusik, soll hier
direkt und ungefiltert reflektiert werden.
Wir wollen keine weiteren Fragen stellen,
keine Themen vorsagen: Was sich in dem nun
vorgegebenen weiten Rahmen ergibt, soll
Öffentlichkeit finden.
Wir würden uns freuen, wenn kunstMusik zum
Brennpunkt würde für Dinge, die in der Luft
liegen, und zugleich Anreiz, um nach
solchen Dingen überhaupt erst Ausschau zu halten.
August 2003, die Herausgeber
info@kunstmusik.org
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